<![CDATA[​Faire Ferien - Blog]]>Mon, 15 Apr 2019 19:37:12 +0200Weebly<![CDATA[Tadschikistan und die Esel für Touristen]]>Mon, 11 Feb 2019 07:34:59 GMThttp://faire-ferien.ch/blog/tadschikistan-und-die-esel-fuer-touristenBild

​Wir sind mit vielen, sehr schönen und horizonterweiternden Eindrücken aus Tadschikistan zurückgekehrt. Heute möchten wir jedoch auf ein Problem eingehen, dass uns auf unserer Reise nicht nur einmal bei anderen Reisenden begegnet ist. Grundsätzlich sollte ein Gepäcktransport während Trekkingtouren selbstverständlich sein, wenn das so in der Reisebeschreibung festgeschrieben ist. Aber: Wir plädieren vehement dafür, diesen Punkt zum Wohle aller beteiligen Zwei- und Vierbeiner genauer zu präzisieren.

Soweit wir Tadschikistan bereist haben, werden dort ganz überwiegend Esel als Lasttiere eingesetzt, sie passen besser in die Landschaft als Pferde. Bleiben wir bei den Eseln. Wieviel kann so ein Esel tragen? Das hängt von seinem Eigengewicht ab, maximal 20%. Und das Eigengewicht? Ein Esel, der 200 kg wiegt, sollte nicht mehr als 40 kg tragen. Was wir aber gesehen haben, waren drei völlig überladene Esel auf dem Weg zur Engelswiese. Sie sollten das Gepäck für sieben deutsche Touristen, drei Begleiter - Reiseleiter, Übersetzer und Koch - sowie drei Eselsbesitzer für zwei Übernachtungen auf die Engelswiese hinauftragen. Versuchen wir mal, das Gewicht des zu transportierenden Gepäcks zusammenzurechnen: Wenn wir das alles zusammenrechnen, kommen wir auf fast 300 kg, macht für jeden der drei Esel 100 kg! Nach dieser Rechnung ist es überhaupt nicht verwunderlich, dass einer der drei Esel auf der Strecke vor unseren Augen zweimal zusammengebrochen ist, ein anderer nur mit sehr viel gutem Zureden und Pausen an sein Ziel gebracht werden konnte, dank der Übernahme eines Teil des Gepäcks von einem zufällig dazu gekommen weiteren Esel, nämlich unserem, nicht überladenen, und dem Eselsbesitzern selber.

Eine andere Geschichte war die, dass ein Eselsbesitzer mit seinem Tier die Strecke, die ein Tourist in drei bis vier Tagen trekkt, zurückgelegt hat, weil er am anderen Ende dieser Strecke Touristen treffen sollte, deren Gepäck er mit dem einen Esel während der Trekkingstrecke zurück transportieren sollte. Er hat diese Touristen auch getroffen, aber sie bzw. ihr Gepäck waren zu schwer. Diesem Eselsbesitzer wurde klar, dass sein Esel den Transport mit diesem Gepäck nicht überleben würde. Deshalb ließ er die Touristen stehen und ging zurück nach Hause, wohlgemerkt, ohne Verdienst. Fazit: Hier gibt es ein Problem!

Das Ehepaar K. berichtet von ihrer Reise nach Tadschikistan. Sie bereisten das zentralasiatische Land im Sommer 2018 während 29 Tagen.

Bei Faire Ferien sind wir dankbar, für diese Achtsamkeit und die Rückmeldung. Wie traurig.... Wir finden, der Mann, der mit dem Esel ohne Gepäck zurückgeritten ist, müsste als Vorbild für seinen Mut und seine Entscheidung belohnt werden. 

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<![CDATA[Preis für nachhaltige Bewirtschaftung]]>Thu, 06 Dec 2018 09:02:24 GMThttp://faire-ferien.ch/blog/preis-fuer-nachhaltige-bewirtschaftung RSS-Feed

Wir wollen unseren Partnern, den Khomani San Gemeinschaft, zu ihrem Preis für die nachhaltige Bewirtschaftung der Erin Game Ranch herzlich gratulieren. Dieses Land wurde ihnen im Jahr 1999 als Kompensierung für das Gebiet überreicht, welches Ihnen während der Kolonialzeit genommen wurde. Die Empfehlung der Regierung war, es so wie früher als Viehzucht zu bewirtschaften. Die Khomani San entschieden sich anders, sie wollten das Land wieder der Natur zurückgeben. Sie sahen den Mehrwert nicht nur durch die Augen der Wirtschaft, sondern durch die Augen der Nachhaltigkeit um den kommenden Generationen Ressourcen zu hinterlassen. Nach 19 Jahren hat sich das Land regeneriert. Der zertrampelte Boden hat sich erholt und die einheimischen Pflanzen und Tiere sind zurückgekehrt. Jetzt können sie nach ihrem Sinn das Land als «Prestige Game Ranch» bewirtschaften um die Population der Tiere zu kontrollieren und ein zusätzliches Einkommen zu erwirtschaften. 
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<![CDATA[Sonnencreme schadet dem Meer]]>Fri, 13 Jul 2018 17:39:58 GMThttp://faire-ferien.ch/blog/sonnencreme-schadet-dem-meer RSS-Feed

Michael Koenigs aus Hawaii verkauft selbst hergestellte Sonnencreme. "Wir müssen uns und unsere Familien vor der Sonne schützen - aber wir müssen auch unsere Meere und Korallenriffe schützen", sagt der dreifache Familienvater.
 
Rund 14.000 Tonnen Sonnencreme landen Schätzungen zufolge jedes Jahr im Meer. Wo besonders viele Touristen sind - wie in Hawaii mit seinen rund neun Millionen Besuchern jährlich - ist der Schaden im Meer besonders deutlich. Alleine auf der Insel Maui landen nach Hochrechnungen jeden Tag rund 210 Liter Sonnencreme im Meer. Gleichzeitig sind die Korallenriffe rund um die Insel in den vergangenen Jahren deutlich geschrumpft, teilweise um mehr als die Hällfte.

Das Problem sehen Wissenschaftler vor allem in zwei Inhaltsstoffen: Octinoxat und Oxybenzon, beide in Hawaii nun verboten. Sie werden in vielen Sonnencremes als UV-Filter benutzt, sollen die Ultraviolettstrahlung der Sonne davon abhalten, die Haut des Menschen zu schädigen. "Diese Chemikalien sind inzwischen überall in der Natur zu finden, von der Arktis bis hin zu abgelegenen Korallenriffen im Südpazifik. Man findet sie in Delfinen, Eiern von Wildvögeln, vielen Fischen, die wir essen, und in Korallen", sagt Forscher Craig Downs vom Haereticus-Labor in Virginia. 

Michael Koenigs verkauft selbstgemachte Sonnencreme in silbernen Tiegeln. Sie ist deutlich teurer und dickflüssiger als handelsübliche Sonnencreme und zieht deutlich langsamer in die Haut ein - aber sie besteht dafür aus natürlichen Zutaten wie Kokosöl, Makadamianuss-Öl und Sheabutter.


Empfehlung um sich vor der Sonne und das Ökosystem zu schützen.

sonnencreme_schadet_riffen.pdf
Quelle: n-tv.de

Artikel in der Ärztezeitung

Palau verbietet als erstes Land der Welt Sonnencremes
Quelle: welt.de



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<![CDATA[Die Sache mit dem Fliegen]]>Tue, 08 May 2018 22:00:00 GMThttp://faire-ferien.ch/blog/die-sache-mit-dem-fliegenIhr bietet nachhaltige Ferien an – in ferne Länder. Um dahin zu reisen, wird geflogen. Wie geht das zusammen mit Nachhaltigkeit?

Du sprichst die Schattenseiten des (Massen)Tourismus an - oh, ja, diese sind immens. In Venedig erschüttern die grossen Kreuzfahrtschiffe jeweils die ganze Lagune und zerstören das Fundament der Stadt, wenn sie in den Hafen einfahren. In Dubrovnik überfüllen die Gäste der Kreuzfahrtschiffe die Stadt und auf den Osterinseln hinterlassen die Passagiere der Schiffe wenig Geld auf ihrem Tagesausflug, dafür viel Müll.
 
Betrachtet man beim Reisen nur die ökologischen Faktoren der Anreise, dann sollte man zu Fuss, mit dem Fahrrad, mit dem Pferd oder mit dem Ruderboot fahren. Es gibt noch viel mehr Fragen. So haben wir beispielsweise mit den Khomani San in der Kalahari das Thema "Wasser" diskutiert. Wasser ist knapp in der Kalahari. Was heisst es, wenn mehr Gäste kommen und man weiss, dass Touristen auf Reisen oft mehr Wasser als zuhause verbrauchen? Wir von Faire Ferien stehen für eine Mischung aus sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekten ein. Das sind die drei Säulen der Nachhaltigkeit und des nachhaltigen Tourismus: Gesellschaft, Ökologie und Ökonomie. Für uns ist Nachhaltigkeit ein sinngebender Wert und „global Denken – lokal handeln“ die Orientierung für unser Handeln.
 
Dabei ist der gesellschaftliche Aspekt für uns genauso wichtig. Wir freuen uns über den Reichtum der lokalen Kulturen. Wir möchten diese mit unseren Reisen würdigen und achten. Die Gäste werden deshalb sorgfältig im Vorfeld informiert und haben Zeit für Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung. So entstehen neue Beziehungen von Mensch zu Mensch, nicht von Tourist als Käufer zu Gastgeber als Verkäufer.
 
Ökonomisch gesehen geht es darum, dass lokale Produkte und Dienstleistungen eingekauft und fair bezahlt werden. Klingt gut, doch das genügt noch nicht. Denn die Besitzverhältnisse, die sich oft im Hintergrund verstecken, sind wichtig. Wem gehören die Felder? Wer ist Eigentümer des Restaurants?
 Faire Ferien schaut genau. Denn manchmal sind die Besitzer reiche Familien, die in der Stadt leben oder ausländische Investoren. Bei normalen Reiseagenturen bleibt deshalb oft sehr wenig Geld in der Reiseregion und die lokale Bevölkerung bleibt arm und abhängig von Investoren und Grossgrundbesitzern. Deshalb übernachten wir mit Faire Ferien vor allem in kleinen Pensionen und Homestays, denn wer hat in einfachen ländlichen Gegenden Geld ein Hotel zu bauen?

Astrid Frischknecht, Faire Ferien
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<![CDATA[ITB Berlin: die Macht des Tourismus]]>Thu, 05 Apr 2018 07:53:29 GMThttp://faire-ferien.ch/blog/itb-berlin-die-macht-des-tourismusBild
Mein erster Besuch an der Internationale Tourismus-Börse ITB Berlin war eindrücklich. Fast alle Länder der Welt sind in diesen riesigen Messehallen auf die eine oder andere Art vertreten. Mit diesem Besuch wurde mir wieder vor Augen geführt was mit Tourismus alles verbunden ist: Gastronomie, Transport, Hotellerie, Wirtschaft, Museen, Natur, Kulturen, Begegnungen, Austausch, Musik...
Für mich war es eine Freude einige unserer Partner und Kollegen aus Peru, Ecuador oder Tadschikistan an einem gemeinsamen Ort zu treffen.

In verschiedenen Gesprächen erlebte ich die grosse ökonomische Macht des Tourismus. Die Destinationen richten sich nach den Wünschen der Gäste. In einem Gespräch darüber ob wir gemeinsam nachhaltige Reisen anbieten könnten, sagte es ein Kollege aus Papua-Neuguinea pointiert: «Schreibe einfach, was ihr möchtet und wir machen es».
Doch ist es das, was wir von Faire Ferien wollen? Ein „Besteller von touristischen Dienstleistungen“ sein? Nein, unser Ziel ist eine Zusammenarbeit, eine Co-Creation mit der lokalen Bevölkerung und der jeweiligen Reiseregion. Tourismus soll nicht den Gästen, sondern auch den Menschen in den Reiseländern dienen. So verhelfen Reisen zu Entwicklung der jeweiligen Reiseregion und dem Erhalt kultureller Vielfalt.
Wie habe ich meinem Kollegen aus Papua-Neuguinea geantwortet? Ich fragte: „Was möchtet ihr Gästen zeigen und mit ihnen teilen?“ Damit beginnt vielleicht eine neue Reise im nachhaltigen Tourismus.


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